Montag, 8.März 2010

Adresslinks zu Google Maps

Es ist eine der Annehmlichkeiten, die sich dank des kontroversen Datenkraken Google etabliert haben: Man kann in E-Mails und auf Webseiten eine Adressangabe unkompliziert und gratis mit einem Link hinterlegen, der just zum passenden Karten­ausschnitt von Google Maps führt. Dort findet sich gesuchter Ort dann in einer hilfreichen Landkarten- oder Satellitenansicht wieder. Getrübt wird diese kleine Freude lediglich davon, dass die via Google erzeugten Links nicht nur ausgewachsenen Fischbandwürmern ähneln, sondern obendrein auch noch den HTML-Standard des W3C verletzen. Deshalb habe ich einen kleinen Link­generator online gestellt, der nach Eingabe der Adresse oder der Geo-Koordinaten deutlich kürzere und standard­konforme Links ausspuckt. Da ist er:

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 87
Thema: Internet
Veröffentlicht: 08.03.2010, 23:56 Uhr

Samstag, 6.März 2010

Der natürliche Feind des Volkes

Wer oder was ist der natürliche Feind eines Volkes? Diese zunächst etwas absurde Frage entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine Schlüsselfrage der Staatstheorie. Auf dem Weg zu der ebenso einfachen wie vielfach verblüffenden Antwort hilft uns die Frage weiter, wer der Bevölkerung eines Landes im Verlauf der Geschichte quer durch alle Staatsformen wohl jeweils den größten Schaden zufügte. Sind es Naturgewalten? Sind es Seuchen? Sind es kriegerische Nachbarvölker? Sind es gewöhnliche Gesetzesbrecher? Spätestens seit der Entstehung der Nationalstaaten liegt die Antwort für den Historiker auf der Hand. Der ärgste Feind eines Volkes ist gewöhnlich seine Regierung. Mehr noch als fremde Kolonial- oder Besatzungs­mächte haben häufig Regierungen mit rücksichtlosem Egoismus ihr Volk ausgeplündert und in Hungersnöte getrieben. Nicht irgendwelche Gesetzlosen oder Kriminellen haben den größten Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet, sondern totalitäre Regierungen. Nicht Bürgerkriege, sondern Regierungen haben die großen Völkermorde an unliebsamen Minderheiten verübt. Selbst die verheerenden Kriege der Moderne gehen größtenteils nicht auf Streitigkeiten zwischen Völkern zurück, sondern auf rücksichtslose und menschenverachtende Regierungen, die das eigene Volk mit Hetzpropaganda kriegswillig stimmten oder es gar mit Gewalt in einen vollkommen ungewollten Krieg zwangen.

Gibt es irgendetwas, das ein Volk vor seiner Regierung schützen kann? Ja. Man nennt diesen hart erkämpften Verteidigungswall gegen Herrschafts­missbrauch meist "Verfassung". Sie soll die Rechte und Freiheiten des Volkes klarstellen und bewahren. Und wer sich die einzelnen Artikel einer beliebigen Verfassung einmal genauer ansieht, kann unschwer erkennen, dass die darin festgeschriebenen bürgerlichen Rechte und Freiheiten tatsächlich in erster Linie vor staatlicher Willkür schützen wollen. Die in einer Verfassung definierte Staatsform mit all ihren organisatorischen Regeln stellt also nur die Art und Weise dar, wie dieser Schutz gewährleistet werden soll - z.B. mit Hilfe einer Gewaltenteilung.

Wie dringend dieser Verteidigungswall für Bürgerrechte auch in Deutschland notwendig ist, zeigt sich nicht zuletzt an der Häufigkeit und Selbst­verständlichkeit, mit der ihn Bundes- und Länder­regie­rungen überrennen. Mit großer Regelmäßigkeit verstoßen Gesetze und Regelungen selbst nach Auffassung des staatseigenen Bundes­verfassungs­gerichts gegen das Grundgesetz.

Damit wird schnell klar, wie widersinnig es ist, wenn sich in Deutschland ausgerechnet eine geheimdienstlich organisierte Regie­rungs­organisation "Verfassungs­schutz" nennt. Hier wurde also offenbar der Fuchs als Bewacher des Hühnerstalls abgestellt. Noch kurioser ist dies, wenn man bedenkt, dass selbiger Geheimdienst dem Innen­ministerium untersteht, also jener staatlichen Behörde, die nicht nur in der Vergangenheit immer wieder brutal gegen die Bevölkerung vorgegangen ist, sondern die auch ausdrücklich die Interessen der Regierung gegenüber dem Volk durchsetzen soll. Auf die Spitze getrieben wird diese Ironie freilich durch den Umstand, dass wir nicht einmal eine Verfassung besitzen. Denn unser Grundgesetz ist entgegen der öffentlichen Darstellung keineswegs mit einer Verfassung gleichzusetzen. Nicht nur, dass diese von den Siegermächten initiierte Verordnung nie dem Volk zur Abstimmung vorgelegt und noch nicht einmal komplett umgesetzt wurde (vgl. Art. 20 GG). Das 1949 in der BRD in Kraft getretene Grund­gesetz war darüber hinaus von Anfang an als Provisorium mit eingebautem Verfallsdatum angelegt. Implizites Ablaufdatum: Die Deutsche Wieder­vereinigung (vgl. Art. 146 GG). Doch kurz vor der Angliederung der vormaligen DDR wurde von der Regierung schlicht das "Haltbarkeits­datum" aus dem Text heraus­retuschiert. Ein bisschen erinnert dies an die heimliche Umdeklarierung von ver­gammeltem Hackfleisch im Supermarkt und wirft ein sehr eigen­tümliches Licht auf das Demokratie­verständnis der deutschen Regierung.

Zum Ansehen des hier hinterlegten Filmchens bedarf es eines aktuellen Flash-Plugins.

Man kann also mit Fug und Recht davon sprechen, dass dem deutschen Volk bislang eine eigene Verfassung vorenthalten wurde. Das hat offenbar Methode. Mit immer größerem Eifer werden in den letzten Jahren selbst noch die recht unkonkreten Schutzbe­stimmungen des Grundgesetzes aufgeweicht und verwäs­sert. Und mittlerweile wurde uns insgeheim sogar eine gänzlich neue Verfassung aufoktroyiert. In Kraft trat sie am 1. Dezember 2009. Sie firmiert unter Bezeichnungen wie "Vertrag von Lissabon", "EU-Reform­vertrag" oder schlicht "Neuer EU-Vertrag". Getarnt als harmonisierendes zwischen­staatliches Abkommen sind die Artikel dieses Vertrags brisanter Weise fast vollständig identisch mit der 2005 an Volksreferenden gescheiterten europäischen Ver­fassung. Besonders prekär ist dies vor dem Hintergrund, dass EU-Recht deutschem Recht übergeordnet ist. Warum es keine Volksabstim­mung über unsere neue Pseudoverfassung gab? Ganz einfach: Umfragen zufolge hätten Deutsche wie Europäer den Lissabonner Vertrag mehrheitlich sehr wahrscheinlich abgelehnt. Einen wirk­samen Schutz des Volkes vor staatlicher Willkür beinhaltet das undurchsichtige Vertragswerk übrigens erwartungs­gemäß nicht. Bei soviel antidemokratischer Gesinnung der Regierenden verwun­dert es dann auch wenig, wenn niemand Genaues darüber sagen kann, auf welchem morastigen Weg der erste Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, am 19. November 2009 in dieses höchste europäische Amt gelangte.

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 86
Thema: Politik, Recht
Veröffentlicht: 06.03.2010, 21:49 Uhr

Donnerstag, 24.Dezember 2009

Fröhliche Weihnachten?

Erst Klimawandel, Terrorismus, Finanzkrise, Arbeitslosigkeit und Schweinegrippe und dann fröhliche Weihnachten? Wie kann das gehen? Sollten wir nicht vielmehr in das neue amerikanische Weihnachtslied einstimmen: "We Wish You a Merry Dismiss and a Happy New Fear"?


© Rupert Illek / Pixelio

Doch Moment: Dieses Fest, das wir gerade nach Möglichkeit in atemlosem Kaufrausch, maßloser Geschenke­über­häufung, fürst­lichen Festtags­mahlzeiten und fadenscheiniger Familien­harmonie ersäufen, geht eigentlich darauf zurück, dass Gott selbst als hilfloses Baby in einem Stall geboren wurde, weil seine Eltern nichts besseres auftreiben konnten. Sein Bettchen bestand aus einer Futterkrippe, seine Decke aus ein paar Windeln. Doch dann geschahen die erstaunlichsten Dinge. Und keiner wird sagen, dass damals in dieser Nacht irgendetwas gefehlt habe. "Herrlichkeit bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, unter den Menschen Wohlgefallen!" (Lk 2,14)

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 85
Thema: Gesellschaft, Gott, Persönlich
Veröffentlicht: 24.12.2009, 11:21 Uhr

Mittwoch, 23.Dezember 2009

Die Finanzkrise Ende 2009 - Zwischenbericht

Ist die Krise einigermaßen ausgestanden? Oder steht uns das Schlimmste noch bevor? Die Unsicherheit ist groß. Auch unter wirklichen Experten. Von den als Experten bezeichneten Medien­hampel­männern ganz zu schweigen. Mir bietet sich momentan folgendes Bild: Die Kette der Bankenpleiten reißt nicht ab, wenn es auch kein zweites Kreditinstitut mit solchen Tentakeln wie Lehmann erwischt hat. Wohl nicht zuletzt, weil weitere verheerende Pleiten diesen Kalibers mit Hilfe der Steuer­einnahmen der nächsten Jahr­zehnte abgebogen wurden. Doch die Bilanzen sind selbst nach sehr optimistischen Schätzungen maximal zur Hälfte um die Schrott­papiere bereinigt. Mindestens die Hälfte lauert also noch hinter der staatlich sanktionierten Bilanzfälschung. Die Dubaikrise zeigt ein­drücklich, dass jederzeit weitere Blasen platzen können. In Europa versuchen sich derzeit Länder wie Island, Bulgarien, Lettland und das zur Euro-Zone gehörende Griechenland am Staatsbankrott vorbei zu hangeln. Mit Spanien, Portugal, Irland und Italien sind ihnen weitere Euro-Staaten auf den Fersen. Das könnte für einen Domino-Effekt sorgen.

Die Wirtschaft hat sich nivelliert. Die einen reden von einer gering­fügigen Erholung, die anderen betrachten es eher als einen Ausgleich zur vorherigen Überreaktion auf die plötzlichen Nachfrage­einbrüche. Welche Dynamik die noch immer ausstehenden Entlas­sungen im nächsten Jahr entfalten werden, ist ungewiss. Zudem muss mit einer steigenden Inflation gerechnet werden. Für den Euro erwarten viele auf längere Sicht eine Inflationsrate um die 5%. Doch seitdem in Deutschland 14 nigel­nagelneue Bank­noten­maschinen be­stellt wur­den, mehren sich wieder die Gerüchte um eine drohende Hyper­inflation. Und dank der enormen Nachfrage nach Edel­metallen sollen mittlerweile sogar schon getürkte Goldbarren mit Wolfram­kern in Umlauf sein.

Die kurzfristigen Prognosen driften auseinander. Die Optimisten deuten die momentan ruhige Lage als Talsohle der Krise. Die Pessimisten erwähnen Tsunami-Effekte: Zuerst ein fernes Beben (Bankencrash 2008), im Anschluss zieht sich das Meer zurück. Und dann bricht die Flut los. Die mittelfristigen Prognosen bestehen folgerichtig entweder in einer längeren "Stagflation" oder einer Wirtschaftskrise, die sich gewaschen hat (Pardon für das leicht makabere Wortspiel). Die ernstzunehmenden Langzeit­prognosen zeichnen geschlossen das Bild von einem unumgänglichen Wandel. Warum? Ich will es einmal mit den ironischen Worten eines Volker Pispers beantworten: "Wie bekämpft man eine Krise, die durch das Platzen einer riesigen Schuldenblase entstanden ist? Indem man neue Schulden macht, oder?"

Links zum Thema:

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 84
Thema: Krise, Wirtschaft
Veröffentlicht: 23.12.2009, 09:21 Uhr

Dienstag, 22.Dezember 2009

Gibt es einen Newsletter zum Blog?

Um keine neuen Beiträge hier im Blog zu verpassen, gibt es den hauseigenen Newsfeed im RSS-Format. Wer es aber vorzieht, über neue Blog-Artikel ganz konventionell per E-Mail informiert zu werden, der kann zum Beispiel auf den externen Dienst "Blog Alert" zurück­greifen. ShootTheBreece, der Anbieter dieses kostenlosen Services, gibt E-Mail-Adressen ausdrücklich nicht weiter. Die Anmel­dung ist wahrlich unkompliziert. Einfach die eigene E-Mail-Adresse in das folgende Formular eingeben, den Anmelde-Button drücken und alsdann den Link in der empfangenen Bestä­tigungsmail anklicken.

Jede Nachricht von Blog Alert enthält selbstverständlich auch einen Link, über den der Service später wieder abbestellt werden kann. Da der US-amerikanische Dienst vollkommen unabhängig von meinem Blog arbeitet, werde ich übrigens nicht über die Zahl der Abonnenten oder deren E-Mail-Adressen unterrichtet.

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 83
Thema: Internet
Veröffentlicht: 22.12.2009, 17:42 Uhr

Mittwoch, 16.Dezember 2009

Informationen zur Schweinegrippe-Impfung

Von dieser Woche an ist in Deutschland der exklusive H1N1-Impf­stoff für Schwangere verfügbar. Nach Angaben des austra­lischen Herstellers CSL enthält das angepasste "Afluria" (im Gegensatz zum Standard-Impfstoff "Pandemrix") weder umstrittene Adjuvanzien wie Squalen als Wirkverstärker, noch Queck­silber­verbindungen zu Konservierungs­zwecken. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass noch immer eine große Unsicherheit bezüglich der Schweinegrippe im Allgemeinen und einer Schutzimpfung im Speziellen herrscht. Daher an dieser Stelle die wichtigsten Daten und Fakten.

Verbreitung

Die offiziellen Ansteckungs- und Todeszahlen schwankten seit Ausbruch der sogenannten Schweinegrippe so massiv, dass keine sicheren Rückschlüsse auf die tatsächliche Verbreitung dieser Influenza-Form und die von ihr ausgehende Gefahr gezogen werden können (vgl. Abschnitt "Todesfälle"). Für einen meldepflichtigen Fall von Schweinegrippe genügte in Deutschland eine fiebrige Erkäl­tungs­krankheit bei vorherigem Kontakt mit einem Schweinegrippe-Patienten (nach Definition B: Klinisch-epidemio­logische Erkrankung). Ein PCR-Labortest unterblieb zumeist, weil die gesetzlichen Kran­kenkassen ihn nur bei Risiko-Patienten bezahlen. Zwei Wochen nach Beginn der Impfungen hob das Robert-Koch-Institut (RKI) am 13. November 2009 interessanter Weise die Meldepflicht für die meisten Schweinegrippe-Infektionen auf. Seitdem wird also nur noch geschätzt. Auch die Welt­gesundheits­organisation (WHO) hielt regel­mäßige Berichte seit dem 6. Juli 2009 für nicht mehr notwendig.

Unsichere Testerergebnisse

Kaum wurden die von der Pharmaindustrie als zuverlässig eingestuften Antigen-Schnelltests zum Nachweis einer A/H1N1-Infektion in der Praxis erprobt, kamen sie auch schon in Verruf, weil ihre Ergebnisse in sehr vielen Fällen nicht mit späteren Labor­ergebnissen übereinstimmten. Doch auch die (vergleichsweise selten) eingesetzten PCR-Labortests sind unter Medizinern nicht unumstritten. Zwar weisen sie - bei korrekter Eichung - Gensequen­zen des Grippevirus nach, sagen aber nichts über die Anzahl vorhandener Erreger aus und sind deshalb als alleiniger Nachweis für eine akute A/H1N1-Infektion fragwürdig.

Eine Pandemie - nach neuen Kriterien

Offenbar hat die Welt­gesundheits­organisation (WHO) eigens für die Schweinegrippe mehrmals die bisherigen Definitionen der Pandemie-Warnstufen geändert. Zuletzt strich sie Anfang Mai 2009 ersatzlos das Kriterium "eine sehr große Zahl von Toten und Kranken". Erst dadurch wurde es der WHO möglich, eine Schweinegrippe-Pandemie auszurufen.

Harmlose Krankheit

Die Schweinegrippe ist selbst im Vergleich zur normalen, saisonalen Grippe völlig harmlos und verläuft im Normalfall sehr mild, in etlichen Fällen ganz ohne Beschwerden. Überdies deuten neue Studien darauf hin, dass eine Ansteckung sogar vorteilhaft sein kann, da sie das Immunsystem gegenüber problema­tischeren Viren stärkt.

Gefährliche Behandlung

Neuraminidase-Hemmer, also Medikamente wie Tamiflu (Wirkstoff: Oseltamivir) und Relenza (Wirkstoff: Zanamivir), die zur Behandlung der Schweinegrippe eingesetzt werden, verursachen drastische Nebenwirkungen. Ihre erwünschte Heilwirkung ist dagegen besten­falls als unwesentlich zu bezeichnen. Es bestehen aber auch begrün­dete Zweifel, ob sie überhaupt die bezweckte Wirkung entfalten. Kritiker sprechen von einem Placebo mit gefährlichen Neben­wir­kungen.

Korruptionsverdacht

Die engen Beziehungen der WHO zur Pharma­industrie rechtfertigen wegen der mutmaßlich entstehenden Interessen­konflikte zumindest eine gewisse Skepsis gegenüber den von der WHO herausgegebenen Impfempfehlungen. Der Verdacht auf Korruption erhärtet sich in letzter Zeit mehr und mehr (vgl. Magdeburger Nachrichten, Tages­spiegel). Auch in Deutschland sind zahlreiche Verflechtungen zwi­schen Gesundheits­behörden und Pharma­unternehmen aufgefallen.

Risiken und Nutzen der Impfung unbekannt

Die aktuellen Impfstoffe sind aufgrund des Schnell­zulassungsver­fahrens ungenügend getestet. Zwar wird immer wieder einge­wandt, dass die neuen Impfstoffe gegen Schweinegrippe auf herkömmlichen Impfstoffen gegen die saisonale Grippe basierten und das Risiko daher kalkulierbar sei. Doch die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) kommt in ihrer Stellungnahme "zur Schutzimpfung gegen die neue Influenza A (H1N1)" vom 10. Sep­tember 2009 zu einer gegen­teiligen Auffassung:

"Nach Meinung der AkdÄ entspricht die Situation der Pan­demie­impfstoffe der Markteinführung eines neuen Impf­stoffs bzw. Arzneimittels mit sehr eingeschränkten Kennt­nissen zum Sicherheits­profil aufgrund der beschränkten Anzahl und Auswahl von exponierten Personen aus den Zulas­sungs­studien."

Das sorgt nicht nur für unbekannte Risiken (insbesondere in der Langzeit­wirkung), sondern u.a. auch dafür, dass keine brauchbaren Daten über die Wirksamkeit der Impfung und damit den erzielten Impfschutz existieren. Anders formuliert: Es ist durchaus möglich, dass die Impfung kaum oder gar nicht vor einer Infektion mit Schweinegrippe schützt. Auch die Frage, ob man trotz Impfung zum Überträger der Schweinegrippe werden kann, ist vollkommen unge­klärt.

Warnung vor Impfschäden

Etliche Fachleute wiesen auf die unkalkulierbaren Risiken der Impfung hin. Die polnische Gesundheits­ministerin und erfahrene Ärztin Ewa Kopacz warnte in einer Sondersitzung des Parlaments am 5. November 2009 vor den möglicherweise tödlichen Folgen der Impfung. Sogenannte Impfschäden können übrigens auch mit großer zeitlicher Verzögerung eintreten.

Ablehnung bei Ärzten

Weltweit standen besonders Ärzte und Pflegepersonal einer Impfung gegen Schweinegrippe von Anfang an skeptisch gegenüber und ließen sich bisher in der großen Mehrheit nicht impfen.

Impfstoff "Pandemrix" umstritten

Der für die deutsche Bevölkerung eingekaufte Impfstoff "Pandemrix" von GlaxoSmithKline ist in den USA wegen gesundheitlicher Beden­ken gegenüber den enthaltenen Zusatzstoffen (vgl. Packungs­beilage) nicht zuge­lassen. In der Schweiz dürfen nur Personen zwischen 18 und 60 Jahren mit Pandemrix geimpft werden. Bundes­regierung, Bundeswehr und Mit­arbeiter des Paul-Ehrlich-Institutes (Zulassungs­stelle für Pandemrix) erhalten einen alternativen Impfstoff, der auch in den USA zuge­lassen ist. Und der deutsche Berufsverband der Umwelt­mediziner warnt seine Patienten vor einer Impfung mit Pandemrix.


© Andreas Morlok / Pixelio :: Grippeschutzimpfung

Langfristiger Impfschutz fraglich

Entgegen den haltlosen Behauptungen von Behörden und Pharma­industrie ist damit zu rechnen, dass nach der befürchteten Mutation des Virus die momentan erhältlichen Impfstoffe selbst dann wir­kungslos werden, wenn sie bisher tatsächlich signifikant vor einer Ansteckung schützen sollten. Die erwartete zweite Grippewelle ist daher kein hinreichender Impfgrund. Bemerkenswert ist in diesem Kontext auch, dass neuerdings die Immunität nach einer über­stan­denen Schweinegrippe bezweifelt wird, während die Immunisierung durch eine Impfung nicht in Frage gestellt wird, obwohl sie auf die Wirkung einer simulierten Infektion setzt. Solcherlei Thesen ver­breitet z.B. Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut. Bishe­rige Erfahrungen und Studien weisen genau in die entgegen­gesetzte Richtung. Spätestens hier endet also jede seriöse Informations­politik und mündet in faden­scheinige Impfpropaganda.

Nicht selten erhebliche Nebenwirkungen

Neben Schmerzen im weiteren Bereich um die Einstichstelle und allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylak­tischen Schock ähneln die berichteten Nebenwirkungen der Impfung oft den Symptomen einer Schweinegrippe-Erkrankung, übertreffen sie aber teilweise an Schwere. In Schweden kam es bis zum 4. Dezember 2009 bei Schwangeren zeitnah zur Impfung mit Pandemrix zu 6 spontanen Fehlgeburten, ein Fötus starb im Mutterleib. Diese Zahlen sind statistisch allerdings wahr­scheinlich nicht signifikant. Auch mit einem vereinzelten Auftreten von Nervenentzündungen und dem Guillain-Barré-Syndrom (aufsteigende Lähmung) ist - wie bei Influ­enza-Impfungen generell - zu rechnen. Ob für die kritischen Neben­wirkungen der Pandemrix-Impfung vornehmlich die Zusatzstoffe wie Adjuvanzien (AS03) und Konservierungs­mittel oder das Virusmaterial selbst verantwortlich sind, ist ungewiss. Somit ist auch die Sicherheit des speziell für Schwangere zur Verfügung gestellten Impfstoffs "Afluria" keineswegs gewährleistet. Dies geht selbst aus der Packungsbeilage hervor. Sie empfiehlt eine Impfung während der Schwangerschaft nur, wenn unbedingt nötig:

"Pregnancy Category C: Animal reproduction studies have not been conducted with Influenza A (H1N1) 2009 Monovalent Vaccine or AFLURIA. It is also not known whether these vaccines can cause fetal harm when administered to a pregnant woman or can affect reproduction capacity. Influ­enza A (H1N1) 2009 Monovalent Vaccine should be given to a pregnant woman only if clearly needed."

Mysteriöse Todesfälle

Ein rechnerischer Vergleich der veröffentlichten Zahlen offenbart, dass man in Deutschland mit rund 4- bis 6-fach höherer Wahrscheinlichkeit kurz nach einer Schweinegrippe-Impfung stirbt (21 bzw. 30 Todes­fälle bei rund 5% Geimpften), als ungeimpft im Laufe einer Schweinegrippe-Infektion (94 Todesfälle bei rund 95% Ungeimpften). Insbesondere das Risiko für Herzversagen scheint bei Geimpften leicht anzusteigen. Einerseits werden die bisherigen Todesfälle im Zusammenhang mit der Schutzimpfung von deutschen Behör­den anderen Vorerkran­kungen zuge­schrie­ben - und zwar auch dann, wenn eine Obduktion keine Ergebnisse brachte. Andererseits dürfte die letztendliche Todesursache unter den verstorbenen Schweinegrippe-Infizierten ebenfalls eher in den Vorerkrankungen zu suchen sein. Anders lässt sich kaum erklären, warum in der großen Mehrheit der Fälle bedeutende Vor­erkran­kungen dokumentiert sind. Die US-amerikanische Seuchen­behörde CDC verbucht seit dem 12. November 2009 sogar ganz offiziell alle Todesfälle als Schweinegrippe-Tote, bei denen in Wirklichkeit eine Zweitinfektion die diagnostizierte Todesursache darstellt, ebenso wie solche, bei denen eine H1N1-Infektion nur vermutet wird.

Fazit zur Schweinegrippe-Impfung

Einer realistischen Risiko/Nutzen-Abwägung hält die behördliche Empfehlung der Impfung gegen Schweinegrippe nicht stand. Die Impfung gegen Schweinegrippe ist daher nach aktuellem Kenntnis­stand weder notwendig noch empfehlenswert. Das gilt umso mehr für Schwangere.

Links zum Thema:

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 82
Thema: Gesundheit, Wissenschaft
Veröffentlicht: 16.12.2009, 08:04 Uhr

Samstag, 12.Dezember 2009

Was steckt hinter der Klima-Propaganda?

Wer sich mit den prekären Hintergründen des großangelegten Klima­betruges beschäftigen möchte, dem sei zum Einstieg der fünfteilige Artikel "Die manipulierte Klimaschutz­politik" von Klaus Peter Krause empfohlen. Der frühere Leiter des Wirtschafts­ressorts der FAZ arbeitet heute als selbständiger Journalist und Autor.

Autor: 2beers    | Permalink/ID: 81
Thema: Gesellschaft, Natur, Politik, Wissenschaft
Veröffentlicht: 12.12.2009, 15:55 Uhr
:: Vorherige Beiträge befinden sich im Archiv ::

Bisherige Beiträge