Für die wohl meisten Menschen sind Judentum und
Zionismus
- also der
Tora-gemäße
jüdische Glaube und die Erkämpfung des Nationalstaats Israel -
untrennbar miteinander verbunden. Dass dies jedoch keineswegs
selbstverständlich ist, darum geht es im folgenden, spannenden
Gespräch zwischen einem
schiitischen Muslim und mehreren jüdischen Rabbinen der
Neturei
Karta im Rahmen eines Islamisch-Jüdischen Gesprächskreises 2009 in
Berlin.
Ein YouTube-Beitrag in 9 Teilen (insgesamt 72 Minuten).
Seit vielen Jahrzehnten wird von modernen Politikern und
zeitgeistkonformen Medien die gesellschaftliche Gleichberechtigung von
Mann und Frau als fair und anstrebenswert dargestellt. Aus der einst
dringend notwendigen Kopfwäsche der Vertreter eines rücksichtslosen
Patriarchats
ist eine standardmäßige Gehirnwäsche der gesamten Bevölkerung geworden.
Längst geht es nicht mehr um die juristische Gleichstellung oder um
geschlechtsunabhängige Wertschätzung. Es geht um soziale
Rollen. Und wer sich hier gegen eine komplette Angleichung der Geschlechter
ausspricht, der kann nur ein
chauvinistischer
Pascha oder ein untergebuttertes Heimchen sein. Aber wie so oft beruht
auch diese absolute Selbstverständlichkeit in unserem Kopf auf einem
Denkfehler.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Begriffes
"Gerechtigkeit"
offenbart recht schnell die Grundproblematik. Eigentlich handelt es
sich bei der Forderung nach gleichen gesellschaftlichen Rechten und
Pflichten für Mann und Frau um eine Form der
egalitären
Verteilungsgerechtigkeit, also dem Prinzip "jedem das Gleiche".
Nun weiß man seit langem, dass eine solche Verteilungsgerechtigkeit nicht
der Weisheit letzter Schluss ist. Etabliert hat sich ein eher
bedürfnisorientiertes Verständnis von Gerechtigkeit, also der Gedanke,
dass jeder das erhalten sollte, was er benötigt. Die gesamte Struktur
unseres Sozialstaates basiert auf diesem Ansatz. Vor jenem Hintergrund
greift eine bloße Gleichstellung folglich zu kurz. Die angestrebte
Gleichberechtigung führt zwangsläufig zu Ungerechtigkeit,
es sei denn, Männer und Frauen wären gleich.
Genau hier springen die unreflektierten Befürworter der
Gleichberechtigung herbei und behaupten in aufrichtiger Einfalt:
"Natürlich sind alle Menschen von Geburt an gleich". Und während spätere
Unterschiede in den Bedürfnissen zwischen einem
Inuit
und einem gemeinen deutschen Ureinwohner noch hinnehmbar sind, seien
Ungleichheiten zwischen Männlein und Weiblein vollkommen inakzeptabel
und ein widernatürliches Werk geschlechterspezifischer Erziehung
(vgl. Simone de Beauvoir:
Das
andere Geschlecht). Für diese These muss man jedoch nicht nur
augenfällige Unterschiede in Gestalt,
Biologie,
Gebärfähigkeit und
Stillvermögen
ausblenden, sondern auch noch eine Reihe kulturunabhängiger
psychologischer
Unterschiede leugnen, die unter Fachwissenschaftlern
heute unstrittig sind. Ebenso selbstverständlich, wie derartige
Unterschiede in der Wehrpflicht und bei der Kinderzuweisung im
Scheidungsfall Berücksichtigung finden, genauso selbstverständlich
existieren sie in der Debatte um die Gleichberechtigung der
Geschlechter plötzlich nicht mehr. Unbeeindruckt von der Realität engagieren
sich überzeugte
Feministen
und Vertreter der
Gender-Mainstreaming-Ideologie
deshalb für gesellschaftliche
Umerziehungsprogramme,
um die vermeintlich rein traditionell bedingte Unterschiedlichkeit zusammen
mit klassischen Rollenbildern zu beseitigen.
Aber ist die Gleichmachung der Geschlechter eigentlich wünschenswert?
Ist eine Welt schöner, in der die Erotik zwischen Mann und Frau darunter
leidet, dass die sprichwörtlich anziehenden Unterschiede minimiert
wurden? Sind Familien ohne traditionelle Rollenverteilung tatsächlich
die glücklicheren? Wird die zunehmende Gleichschaltung der Geschlechter
den individuellen Bedürfnissen und natürlichen Wünschen von Mann und
Frau wirklich gerecht? Und sollten wir als neue Form des Naturschutzes
zukünftig auch gegen die Ungleichheit der Geschlechter im Tierreich
kämpfen?
Es ist eine der Annehmlichkeiten, die sich dank des kontroversen
Datenkraken
Google etabliert haben: Man kann in E-Mails und auf Webseiten eine
Adressangabe unkompliziert und gratis mit einem Link hinterlegen, der
just zum passenden Kartenausschnitt von
Google Maps
führt. Dort findet sich gesuchter Ort dann in einer hilfreichen
Landkarten- oder Satellitenansicht wieder. Getrübt wird diese kleine Freude
lediglich davon, dass die via Google erzeugten Links nicht nur ausgewachsenen
Fischbandwürmern
ähneln, sondern obendrein auch noch den HTML-Standard des
W3C
verletzen. Deshalb habe ich einen kleinen Linkgenerator online
gestellt, der nach Eingabe der Adresse oder der Geo-Koordinaten
deutlich kürzere und standardkonforme Links ausspuckt. Da ist er:
Wer oder was ist der natürliche Feind eines Volkes? Diese zunächst etwas
absurde Frage entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine
Schlüsselfrage der Staatstheorie. Auf dem Weg zu der ebenso einfachen
wie vielfach verblüffenden Antwort hilft uns die Frage weiter, wer der
Bevölkerung eines Landes im Verlauf der Geschichte quer durch alle
Staatsformen wohl jeweils den größten Schaden zufügte. Sind es
Naturgewalten? Sind es Seuchen? Sind es kriegerische Nachbarvölker? Sind
es gewöhnliche Gesetzesbrecher? Spätestens seit der Entstehung der
Nationalstaaten
liegt die Antwort für den Historiker auf der Hand. Der ärgste Feind
eines Volkes ist gewöhnlich seine Regierung. Mehr noch als fremde
Kolonial- oder Besatzungsmächte haben häufig Regierungen mit
rücksichtlosem Egoismus ihr Volk ausgeplündert und in Hungersnöte
getrieben. Nicht irgendwelche Gesetzlosen oder Kriminellen haben den
größten Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet, sondern totalitäre
Regierungen. Nicht Bürgerkriege, sondern Regierungen haben die großen
Völkermorde an unliebsamen Minderheiten verübt. Selbst die verheerenden
Kriege der Moderne gehen größtenteils nicht auf Streitigkeiten zwischen
Völkern zurück, sondern auf rücksichtslose und menschenverachtende
Regierungen, die das eigene Volk mit Hetzpropaganda kriegswillig
stimmten oder es gar mit Gewalt in einen vollkommen ungewollten Krieg
zwangen.
Gibt es irgendetwas, das ein Volk vor seiner Regierung schützen kann?
Ja. Man nennt diesen hart erkämpften Verteidigungswall gegen
Herrschaftsmissbrauch meist
"Verfassung".
Sie soll die Rechte und Freiheiten des Volkes klarstellen und bewahren.
Und wer sich die einzelnen Artikel einer beliebigen Verfassung einmal
genauer ansieht, kann unschwer erkennen, dass die darin
festgeschriebenen bürgerlichen Rechte und Freiheiten tatsächlich in
erster Linie vor staatlicher Willkür schützen wollen. Die in einer
Verfassung definierte Staatsform mit all ihren organisatorischen Regeln
stellt also nur die Art und Weise dar, wie dieser Schutz gewährleistet
werden soll - z.B. mit Hilfe einer
Gewaltenteilung.
Wie dringend dieser Verteidigungswall für Bürgerrechte auch in
Deutschland notwendig ist, zeigt sich nicht zuletzt an der Häufigkeit
und Selbstverständlichkeit, mit der ihn Bundes- und Länderregierungen
überrennen. Mit großer Regelmäßigkeit
verstoßen
Gesetze und Regelungen selbst nach Auffassung des
staatseigenen Bundesverfassungsgerichts gegen das Grundgesetz.
Damit wird schnell klar, wie widersinnig es ist, wenn sich in
Deutschland ausgerechnet eine geheimdienstlich organisierte
Regierungsorganisation
"Verfassungsschutz"
nennt. Hier wurde also
offenbar der Fuchs als Bewacher des Hühnerstalls abgestellt. Noch
kurioser ist dies, wenn man bedenkt, dass selbiger Geheimdienst dem
Innenministerium untersteht, also jener staatlichen Behörde, die nicht
nur in der Vergangenheit immer wieder brutal gegen die Bevölkerung
vorgegangen ist, sondern die auch ausdrücklich die Interessen der
Regierung gegenüber dem Volk durchsetzen soll. Auf die Spitze getrieben
wird diese Ironie freilich durch den Umstand, dass wir nicht einmal eine
Verfassung besitzen. Denn
unser
Grundgesetz ist entgegen der öffentlichen Darstellung keineswegs mit
einer Verfassung gleichzusetzen. Nicht nur, dass diese von den
Siegermächten initiierte Verordnung nie dem Volk zur Abstimmung
vorgelegt und noch nicht einmal komplett umgesetzt wurde
(vgl. Art. 20 GG).
Das 1949 in der BRD in Kraft getretene Grundgesetz war
darüber hinaus von Anfang an als Provisorium mit eingebautem
Verfallsdatum angelegt. Implizites Ablaufdatum: Die Deutsche
Wiedervereinigung
(vgl. Art. 146 GG).
Doch kurz vor der Angliederung der vormaligen DDR wurde von der Regierung
schlicht das "Haltbarkeitsdatum" aus dem Text herausretuschiert.
Ein bisschen erinnert dies an die heimliche Umdeklarierung von vergammeltem
Hackfleisch im Supermarkt und wirft ein sehr eigentümliches Licht auf
das Demokratieverständnis der deutschen Regierung.
Zum Ansehen des hier hinterlegten Filmchens bedarf es eines aktuellen
Flash-Plugins.
Man kann also mit Fug und Recht davon sprechen, dass dem deutschen Volk
bislang eine eigene Verfassung vorenthalten wurde. Das hat offenbar Methode.
Mit immer größerem Eifer werden in den letzten Jahren selbst noch
die recht unkonkreten Schutzbestimmungen des Grundgesetzes aufgeweicht
und verwässert. Und mittlerweile wurde uns insgeheim sogar
eine gänzlich neue Verfassung
aufoktroyiert.
In Kraft trat sie am 1. Dezember 2009. Sie firmiert unter Bezeichnungen wie
"Vertrag von Lissabon", "EU-Reformvertrag" oder
schlicht "Neuer EU-Vertrag". Getarnt als harmonisierendes
zwischenstaatliches Abkommen sind die Artikel dieses
Vertrags brisanter Weise fast vollständig identisch mit der 2005
an
Volksreferenden gescheiterten europäischen Verfassung.
Besonders prekär ist dies vor dem Hintergrund, dass EU-Recht
deutschem
Recht übergeordnet ist. Warum es keine Volksabstimmung über
unsere neue Pseudoverfassung gab? Ganz einfach: Umfragen zufolge hätten
Deutsche wie Europäer den Lissabonner Vertrag mehrheitlich sehr
wahrscheinlich abgelehnt. Einen wirksamen Schutz des Volkes vor
staatlicher Willkür beinhaltet das undurchsichtige Vertragswerk übrigens
erwartungsgemäß nicht. Bei soviel antidemokratischer Gesinnung der
Regierenden verwundert es dann auch wenig, wenn niemand Genaues darüber
sagen kann, auf welchem morastigen Weg der erste Präsident des
Europäischen Rates,
Herman
Van Rompuy, am 19. November 2009 in dieses höchste europäische Amt
gelangte.
Erst Klimawandel, Terrorismus, Finanzkrise, Arbeitslosigkeit und
Schweinegrippe und dann fröhliche Weihnachten? Wie kann das gehen?
Sollten wir nicht vielmehr in das neue amerikanische Weihnachtslied
einstimmen: "We Wish You a Merry Dismiss and a Happy New Fear"?
Doch Moment: Dieses Fest, das wir gerade nach Möglichkeit in atemlosem
Kaufrausch, maßloser Geschenkeüberhäufung, fürstlichen
Festtagsmahlzeiten und fadenscheiniger Familienharmonie ersäufen, geht
eigentlich darauf zurück, dass
Gott
selbst als hilfloses Baby in einem
Stall geboren wurde, weil seine Eltern nichts besseres auftreiben
konnten. Sein Bettchen bestand aus einer Futterkrippe, seine Decke aus
ein paar Windeln. Doch dann geschahen die erstaunlichsten Dinge. Und
keiner wird sagen, dass damals in dieser Nacht irgendetwas gefehlt habe.
"Herrlichkeit bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, unter den
Menschen Wohlgefallen!"
(Lk 2,14)
Ist die Krise einigermaßen ausgestanden? Oder steht uns das Schlimmste
noch bevor? Die Unsicherheit ist groß. Auch unter wirklichen Experten.
Von den als Experten bezeichneten Medienhampelmännern ganz zu
schweigen. Mir bietet sich momentan folgendes Bild: Die
Kette
der Bankenpleiten reißt nicht ab, wenn es auch kein zweites
Kreditinstitut mit solchen Tentakeln wie
Lehmann
erwischt hat. Wohl nicht zuletzt, weil weitere verheerende Pleiten
diesen Kalibers mit Hilfe der Steuereinnahmen der nächsten Jahrzehnte
abgebogen wurden. Doch die Bilanzen sind selbst nach sehr optimistischen
Schätzungen maximal zur Hälfte um die Schrottpapiere bereinigt.
Mindestens die Hälfte
lauert
also noch hinter der staatlich sanktionierten Bilanzfälschung. Die
Dubaikrise
zeigt eindrücklich, dass jederzeit weitere Blasen platzen können. In
Europa versuchen sich derzeit Länder wie Island, Bulgarien, Lettland und
das zur Euro-Zone gehörende Griechenland am Staatsbankrott vorbei zu
hangeln. Mit Spanien, Portugal, Irland und Italien sind ihnen
weitere
Euro-Staaten auf den Fersen. Das könnte für einen
Domino-Effekt
sorgen.
Die Wirtschaft hat sich nivelliert. Die einen reden von einer
geringfügigen Erholung, die anderen betrachten es eher als einen Ausgleich
zur vorherigen Überreaktion auf die plötzlichen Nachfrageeinbrüche.
Welche Dynamik die noch immer ausstehenden Entlassungen im nächsten Jahr
entfalten werden, ist ungewiss. Zudem muss mit einer steigenden Inflation
gerechnet werden. Für den Euro erwarten viele auf längere Sicht eine
Inflationsrate
um die 5%. Doch seitdem in Deutschland
14 nigelnagelneue
Banknotenmaschinen bestellt wurden, mehren sich wieder die Gerüchte um eine
drohende Hyperinflation. Und dank der enormen Nachfrage nach Edelmetallen
sollen mittlerweile sogar schon getürkte
Goldbarren
mit Wolframkern in Umlauf sein.
Die kurzfristigen Prognosen driften auseinander. Die Optimisten deuten
die momentan ruhige Lage als Talsohle der Krise. Die Pessimisten
erwähnen Tsunami-Effekte: Zuerst ein fernes Beben (Bankencrash 2008), im
Anschluss zieht sich das Meer zurück. Und dann bricht die Flut los. Die
mittelfristigen Prognosen bestehen folgerichtig entweder in einer
längeren
"Stagflation"
oder einer Wirtschaftskrise, die sich gewaschen hat (Pardon für das
leicht makabere Wortspiel). Die ernstzunehmenden Langzeitprognosen
zeichnen geschlossen das Bild von einem unumgänglichen Wandel. Warum?
Ich will es einmal mit den ironischen Worten eines Volker
Pispers beantworten: "Wie bekämpft man eine Krise, die durch das
Platzen einer riesigen Schuldenblase entstanden ist? Indem man neue
Schulden macht, oder?"
Um keine neuen Beiträge hier im Blog zu verpassen, gibt es den
hauseigenen Newsfeed im RSS-Format.
Wer es aber vorzieht, über neue Blog-Artikel ganz konventionell per E-Mail
informiert zu werden, der kann zum Beispiel auf den externen Dienst
"Blog Alert" zurückgreifen. ShootTheBreece, der Anbieter dieses
kostenlosen Services, gibt E-Mail-Adressen ausdrücklich nicht weiter. Die
Anmeldung ist wahrlich unkompliziert. Einfach die eigene E-Mail-Adresse in das
folgende Formular eingeben, den Anmelde-Button drücken und alsdann den Link
in der empfangenen Bestätigungsmail anklicken.
Jede Nachricht von
Blog
Alert enthält selbstverständlich auch einen
Link, über den der Service später wieder abbestellt werden kann. Da
der US-amerikanische Dienst vollkommen unabhängig von meinem Blog arbeitet,
werde ich übrigens nicht über die Zahl der Abonnenten oder deren
E-Mail-Adressen unterrichtet.